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Häufig gestellte Fragen

 

Wer steckt hinter dem Klimawahlcheck?

Der Klimawahlcheck wurde von drei großen Umwelt- und Klimaschutz-Organisationen ins Leben gerufen: 

1.  Klima-Allianz Deutschland: Sie ist das breite gesellschaftliche Bündnis in Deutschland für den Klimaschutz. Mit rund 140 Mitgliedsorganisationen aus den Bereichen Umwelt, Kirche, Entwicklung, Bildung, Kultur, Gesundheit, Verbraucherschutz, Jugend und Gewerkschaften setzt sie sich für eine ambitionierte Klimapolitik und eine erfolgreiche Energiewende auf lokaler, nationaler, europäischer und internationaler Ebene ein. Sie bringt Menschen zu gemeinsamen Aktionen zusammen und macht damit deutlich, dass Klimaschutz ein Anliegen aus der Mitte der Gesellschaft ist. Ihre Mitgliedsorganisationen repräsentieren zusammen rund 25 Millionen Menschen.

2.  GermanZero: Der gemeinnützige Verein kämpft dafür, dass Deutschland seine Zusage im Weltklimaabkommen von Paris 2015 einhält, die Erderhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen. GermanZero entwickelt dazu ein 1,5-Grad-Gesetzespaket, mit dem Deutschland bis 2035 klimaneutral werden kann. Die Organisation setzt dabei auf die Energie und Kompetenz von vielen hundert Menschen: Engagierte Bürger*innen, Fachleute aller Sektoren, Vertreter*innen aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Umweltverbänden. Damit das Gesetz vom nächsten Bundestag umgesetzt wird, mobilisiert GermanZero zeitgleich Bürger*innen in ganz Deutschland und unterstützt kommunale Klimaentscheide.

3.  NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V.: Der NABU engagiert sich seit 1899 für Mensch und Natur. Mit mehr als 820.000 Mitgliedern und Fördernden ist der NABU der mitgliederstärkste Umweltverband in Deutschland. Zu den wichtigsten Aufgaben des NABU zählen der Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft und nicht zuletzt der Klimaschutz. Die Vermittlung von Naturerlebnissen und die Förderung naturkundlicher Kenntnisse gehören zu den zentralen NABU-Anliegen. In den rund 2.000 NABU-Gruppen und rund 70 Infozentren in ganz Deutschland steht praktischer Naturschutz genauso auf dem Programm wie Lobbyarbeit, Umweltbildung, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit.

Warum ist diese Bundestagswahl für die Klimapolitik so entscheidend?

Die Beschlüsse der nächsten Bundesregierung werden den Treibhausgasausstoß Deutschlands der nächsten 20 bis 30 Jahre gravierend beeinflussen. Steigen die globalen CO2-Emissionen weiter ungebremst an, wird die globale Erwärmung im weltweiten Durchschnitt auf mehr als vier Grad Celsius steigen. Um die globale Erwärmung auf ein noch erträgliches Maß von 1,5 Grad zu beschränken, bleiben uns nur noch zehn Jahre. Wir müssen also jetzt handeln und die CO₂-Emissionen drastisch reduzieren. In der nächsten Legislaturperiode entscheidet sich, ob Deutschland durch wirksame Klimaschutzmaßnahmen einen fairen Beitrag zur Einhaltung des 1,5-Grad-Limits leistet oder nicht. Für den Klimaschutz und unsere Zukunft ist die Bundestagswahl 2021 eine historische Wahl.

Worin liegt der Unterschied zum „Wahl-O-Mat” der Bundeszentrale für politische Bildung?

Im Gegensatz zum Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung setzt der Klimawahlcheck einen thematischen Schwerpunkt, weil wir davon überzeugt sind, dass diese Wahl für den Klimaschutz eine Entscheidende ist. Wir verfolgen ein anderes Ziel als der Wahl-O-Mat: Der Klimawahlcheck möchte aufzeigen, was notwendig ist, um das Klima wirksam zu schützen und welches Wahlprogramm diesem Ziel am Nächsten kommt. Im Vergleich zum Wahl-O-Mat versucht der Klimawahlcheck also keine neutrale Position einzunehmen. Der Klimawahlcheck liefert zudem auch keine prozentuale Übereinstimmung deiner politischen Haltung mit einer bestimmten Partei.

Warum wurde das Wahlprogramm der AfD nicht bewertet?

Das AfD-Wahlprogramm negiert den menschengemachten Klimawandel, lehnt Dekarbonisierungsmaßnahmen generell ab und fordert den Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen. Auf dieser Basis erachten wir eine Bewertung klimapolitischer Maßnahmen des AfD-Wahlprogramms als nicht möglich und haben daher auf diese verzichtet.

Zitate aus dem Wahlprogramm der AfD:

  1. „Das Klima kann keinen durch den Menschen postulierten und schon gar nicht garantierten Bestandsschutz haben. Das Klima ist per se nicht schutzfähig.” (vgl. Deutschland. Aber normal. Programm der Alternative für Deutschland für die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag, S. 175)
  2. „Den Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung und Dekarbonisierungsmaßnahmen lehnt die AfD ab.” (Ebd., S. 175)
  3. „Das Pariser Klimaabkommen vom 12.12.2015 ist zu kündigen. Deutschland muss aus allen staatlichen und privaten „Klimaschutz“-Organisationen austreten und ihnen jede Unterstützung entziehen.” (Ebd., S.175)

Warum wurden nur die fünf „großen“ Parteien berücksichtigt?  

Der Klimawahlcheck wertet nur die Programme der im Bundestag vertretenen Parteien aus. Also von CDU/CSU, DIE GRÜNEN, SPD; FDP und DIE LINKE. Eine Ausnahme stellt die AfD dar (siehe Erklärung oben). Die getroffene Auswahl orientiert sich am demokratischen Ergebnis der vorausgegangenen Bundestagswahl.  

Zudem gehen wir davon aus, dass sich die nächste Bundesregierung aus diesen Parteien bilden wird. Damit bekommen die Nutzerinnen und Nutzer des Klimawahlchecks ein realistisches Bild darüber, welche klimapolitischen Themen Gegenstand einer zukünftigen Regierung sein bzw. welche klimapolitischen Konzepte im nächsten Bundestag zur Debatte stehen werden.

Als gemeinnützige Organisation mit geringem Budget lassen es unsere Ressourcen leider nicht zu, alle Programme der 47 zur Bundestagswahl antretenden Parteien zu analysieren. Der Klimawahlcheck bietet daher lediglich eine erste Orientierung und verfolgt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Wir hoffen, dass wir in Zukunft die Ressourcen aufbringen und diese Lücke schließen können. 

Wir möchten alle Nutzerinnen und Nutzer dazu ermutigen, sich darüber hinaus mit der Klimapolitik weitere Parteien auseinanderzusetzen. 

Was passiert mit meinen Daten im Klimawahlcheck?

Der Klimawahlcheck ist eine browserbasierte Software, das heißt, deine personenbeziehbaren Daten, also die Antworten aus der Selbsteinschätzung und deine Positionierung in der Auswertung, werden ausschließlich im lokalen Speicher deines Browsers gespeichert. Mit deinen Eingaben passiert also de facto nichts. Wir erheben tool-relevante Daten wie Anzahl der Nutzer*innen oder Seitenabbrüche mit Hilfe unseres selbstgehosteten Tools Matomo. Matomo setzt keine Cookies. Zugriffszahlen etc. werden von vorneherein anonymisiert. Daten werden nicht und können auch gar nicht an Drittanbieter weitergegeben werden. Wir speichern unsere Server-Logs für sieben Tage. Das ist üblich, um im Fall der Fälle Attacken auf das Tool nachvollziehen zu können.

Klingt kompliziert? Ist es auch. Aber so können wir für dich die beste Anwendung bereitstellen und gleichzeitig deine Privatsphäre schützen. Was heißt das für dich? Du kannst den Klimawahlcheck unbesorgt nutzen. Details kannst du übrigens in der Datenschutzerklärung nachlesen.

Was sagt die Start-Grafik aus? 

Die Quelle unserer Grafik ist der sogenannte Climate Action Tracker, siehe: https://climateactiontracker.org/media/images/CAT-2100WarmingProjectionsGraph-2019.12.width-1110.png.
Der Tracker basiert auf einer unabhängigen wissenschaftlichen Analyse zweier Forschungsorganisationen (Climate Analytics und New Climate Institute), die den Klimaschutz seit 2009 verfolgen. Anhand aktueller Emissionsdaten analysiert der Tracker, inwieweit die aktuelle Klimapolitik ausreicht, um das weltweit vereinbarte Ziel, die globale Erwärmung deutlich auf unter 2 bzw. auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, erreicht wird.
Aus der Grafik aus dem Jahr 2019 geht hervor, dass die Erwärmung im weltweiten Durchschnitt auf mehr als 4 Grad Celsius steigen wird, sollte der Anstieg der CO2-Emissionen weiter ungebremst erfolgen (Baseline). Zudem zeigt die Darstellung, dass die aktuelle Klimapolitik (Current policies) und die aktuellen Klimaziele (Pledges & Targets) zu einer Erwärmung der Erde auf über 2 Grad Celsius führen wird. Wenn wir die Erwärmung auf ein noch erträgliches Maß von 1,5 Grad Celsius beschränken wollen, müssen wir jetzt handeln und die CO2-Emissionen drastisch reduzieren.

 

 

Der Tracker aktualisiert seine Daten in regelmäßigen Abständen. Eine Aktualisierung der Daten für das Jahr 2021 kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Diese kannst du hier finden:

https://climateactiontracker.org/global/temperatures/

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